Anerkennungsverfahren (Situation der beruflichen Anerkennung in Deutschland)

Ein in im Ausland erworbener Berufsabschluss wird auf Antrag mit einem vergleichbaren deutschen Berufsabschluss verglichen. Um einen Antrag zu stellen, müssen sich Interessierte an die Stelle wenden, die für ihre Berufsgruppe zuständig ist.

Nachdem die Unterlagen eingereicht wurden, wird geprüft, ob wesentliche Unterschiede zwischen dem im Ausland erworbenen Berufsabschluss und dem deutschen Berufsabschluss bestehen. Wenn das der Fall ist, wird geprüft, ob die Unterschiede durch andere Nachweise oder durch Berufserfahrung ausgeglichen werden können.

Sollten die Unterlagen für die Bewertung des Berufsabschlusses nicht ausreichen, kann auch eine Qualifikationsanalyse z.B. über Arbeitsproben oder Fachgespräche erfolgen. Wenn alle Unterlagen vollständig sind, sollte das Verfahren nicht länger als drei Monate dauern.

Wenn keine wesentlichen Unterschiede zwischen der Qualifikation und dem deutschen Abschluss festgestellt werden, wird die vollständige Gleichwertigkeit bescheinigt beziehungsweise bei reglementierten Berufen die Berufszulassung erteilt.

Wenn im Verfahren wesentliche Unterschiede zwischen der ausländischen Qualifikation und dem deutschen Berufsabschluss festgestellt werden, erhalten Antragsteller in den nicht-reglementierten Berufen einen Bescheid, in dem diese Unterschiede genau beschrieben werden.

Damit können sie sich direkt bei Arbeitgebern bewerben oder sich auch eine individuell passende Weiterbildung aussuchen. Bei reglementierten Berufen können sie die Unterschiede ausgleichen. Je nach Beruf müssen sie dafür an einer Qualifizierungsmaßnahme oder einer fachlichen Prüfung teilnehmen.

 

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